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Lago di Constanza

Bodensee trennt Konstanz

„Lago di Constanza“ nennt man ihn heute noch in italienisch sprechenden Regionen. Spätestens seit Anfang des 15. Jahrhunderts wurde er unter dem lateinischen Namen „Lacus Constantinus“ bekannt. Da fand das berühmte Konzil von Konstanz statt. Ein für damalige Verhältnisse großes Ereignis das der Stadt zu großem Reichtum und dem See zu neuem Namen verhalf. Übersetzt hieß er einfach „Konstanzer See“ was sich interessanterweise im deutschsprachigen Raum nicht durchgesetzt hat. Hier ist das eher unbekannte, beschauliche Bodmann der Namensgeber.

Panorama vom Bodensee
Bodmann-Ludwigshafen

Eine kleine Stadt gab also dem großen Bodensee über viele Jahrhunderte einen Namen. Da liegt es nahe, dass ich diesem schönen, alten und nicht von Bomben zerstörten Städtlein einen Besuch abstatte, mit Fotokamera versteht sich. In meinen Urlaub nutze ich dann einen Tag mit sehr schönem Wetter für einen kurzen Ausflug dahin. In Zeiten von Corona ist da einfach nicht mehr drin, auch wenn es sich sehr wahrscheinlich lohnen würde. Ich verbringe also einen schönen Tag lang am See auf beiden Seiten der Stadt und durchstreife insbesondere die Altstadt und ein Stück weit den Hafen mit der deutsch-schweizerischen Grenze. Hierbei entdecke ich nicht nur viele schöne Altbauten und ein städtisches Flair, das durchaus zeig bar ist. Nein, getrieben vom Durst (es hatte ungefähr 30° – mindestens) laufe ich schon fast wie fremd gesteuert an einer „Biergarten Apotheke“ vorbei und denke mir wie doch der Zufall wohl wieder spielt. Sofort neugierig (und noch mehr durstig) habe ich den zur Apotheke gehörenden Biergarten gesucht aber nicht wirklich gefunden.

Erst sah ich schon so was ähnliches, nur kleines aber da dachte ich mir, so wenig kann doch kein Biergarten sein der eine eigene Apotheke braucht und ja genau: „Wozu brauchts wohl ausgerechnet hier zum Biergarten eine Apotheke? – Haben die hier früher so extrem schlechtes Bier gebraut und war dann nach dem Genuss der Kopfschmerz soo schlimm? Nicht ganz. Nach einem längst überfälligen, kühlen Radler hab ich mir die Beschriftung nochmal genauer angeschaut und bin dann mit meinen doch eher rudimentären Kenntnissen der altdeutschen Schrift zu einer neuen Erkenntnis gekommen. Das heißt gar nicht Biergarten, sondern „Tiergarten-Apotheke“. Ja, da kann ich lange suchen und vor mich hin dursten. Tiergarten habe ich übrigens auch keinen gesehen. Wenn man mal von den vielen, teils auch recht interessanten, Tieren absieht die sich hier an und um die Tische im Schatten tummeln. 🙂

In der folgenden Bilderreihe könnt ihr ein paar Eindrücke sehen, Viel spaß dabei!

Die Imperia darf natürlich auch nicht fehlen, ist sie doch das neue Wahrzeichen der Stadt und wacht hier heimlich über geistliches Recht und weltliche Ordnung. 🙂 Ich persönlich hätte sie nicht ganz so hoch angeordnet aber das ist wie so oft Geschmackssache und tat dem Ausflug, in wieder eine andere Gegend, überhaupt keinen Abbruch.