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Harburg


Es hat mich mal wieder in eine andere Gegend verschlagen, nicht sehr weit weg und von mir doch recht unbeachtet ist das Donau-Ries. Hier gibt es durchaus sehenswerte Landschaft, Städte oder einfach Plätze. So einer ist die Harburg – Schloss und Burg zugleich und viel älter als das prunkvolle Schloss Neuschwanstein. Bei einer geführten Besichtigung kann man nicht nur mit dem Blick durchs wachsame Holzauge ein Gefühl für das Leben der Fürsten und insbesondere ihrer Gefolgsleute in der damaligen Zeit entwickeln.

Bei einer solchen Führung erfährt man auch die Herkunft anderer ganz ordinärer Ausdrücke wie:

„Jetzt müssen wir aber nen Zahn zulegen“, was ganz einfach bedeutet das der Koch den über der Feuerstelle hängenden Topf einen Zacken tiefer, also näher ans Feuer hängen muss, um schneller fertig zu werden.

oder

„Das geht ja auf keine alte Kuhhaut“. Ja, es gab schon mal eine papierlose Zeit und da wurde auf echtem Leder geschrieben. Das ist heute gar nicht auszudenken und wenn man bedenkt wie wertvoll so eine Kuh ist, wird klar das auch diese Schreibunterlage eine sehr kostbare Angelegenheit war, die sich nur Fürsten leisten konnten. Als Gästeliste bei z.B. Hochzeiten verwendet, bekommt der Satz seinen Ausdruck – über die feudale Art des Prahlens und der Verschwendung.

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